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Programmübersicht
 
Session

B1: Lernplattformen und Web 2.0

Zeit: Donnerstag, 23.10.2008: 14:00 - 15:30
Chair der Sitzung: Hubert Egger
Ort: Hörsaal 1
TGM - Aula links hinter den Liften

Individualisierung und Neue Medien


Präsentationen
Referat/Workshop
Themen: 1. Individualisierung und Neue Medien
Stichworte: kollaborative Lernformen, Wiki, kooperatives Publizieren

Wikis als kollaborative Lernform in der universitären Lehre

Elisabeth Katzlinger

Die Erstellung von Wikis wird als kollaborative Lernform in der universitären Lehre eingesetzt. In der Lehrveranstaltung Informationsverarbeitung werden unter anderem die Themen e-Collaboration, Web2.0 und Social Software behandelt. Es war in der Lehrveranstaltungsplanung nahe liegend, das Thema zur Methode zu machen. Die Studierenden erstellten einen Wiki zu einem Dienst des Web 2.0, wie Weblogs, Social Networking, Technorati in einer Gruppenarbeit. Sie dienten als Lernunterlage für die Mitstudierenden. Die Zusammenarbeit in der Gruppe wurde über Kooperationswerkzeuge wie E-Mail, ICQ, Google-Doc, Doodle, Weblog organisiert, dokumentiert und reflektiert.

Mit der Erstellung des Wikis und der Verwendung von Kooperationswerkzeugen werden vor allem jene Lernenden angesprochen, die durch konkrete Erfahrungen besser Lernen. Die anschließende Reflexion ist ein essentieller Schritt im Lernprozess und Voraussetzung, um abstrakte Konzepte zu formulieren. Die Chancen von dieser Art zu lernen liegen nicht in der Substitution von formalen Instruktionsmethoden, sondern in der Ergänzung, um die unterschiedlichen Lernstile zu berücksichtigen.

uKatzlinger-Wikis als kollaborative Lernform in der universitaeren Lehre.pdf

Referat/Workshop
Themen: 1. Individualisierung und Neue Medien
Stichworte: blended learning, podcasting

Einsatz von Podcasting für Blended Learning

Michael Zeiller

Die Bildungslandschaft im Hochschulsektor ist zunehmend geprägt von berufsbegleitenden Studiengängen, die neue didaktische Konzepte erfordern. Situated Learning und Blended Learning mit einer Kombination von Präsenzphasen mit Fernlehrphasen werden häufig in diesen berufbegleitenden Studien eingesetzt. Podcasting – die Nutzung von regelmäßig gesendeten audiovisuellen (Lern-)Inhalten – findet zusehends Eingang in den Bildungssektor und kann speziell in Blended Learning Szenarien die Fernlehrphasen ausgezeichnet unterstützen. Ergänzende Lehrinhalte können auf einfache Weise per RSS-Feeds über das WWW an die Studierenden verteilt werden.

Am Anwendungsfall einer Lehrveranstaltung am FH-Studiengang Angewandtes Wissensmanagement wird in diesem Beitrag aufgezeigt, auf welche Weise Podcasting im Blended Learning eingesetzt werden kann. Besonderes Augenmerk wird auf die Planung von Lehrveranstaltungen und die Integration von Präsenz- und Fernlehr-Anteilen mit Hilfe von Podcasts gelegt. Die Wahl der Lehrinhalte, die mittels Podcasts vermittelt werden, ist kritisch für den Erfolg. So müssen nach der Festlegung der Themen und Inhalte für die Präsenzphasen und die Fernlehrphasen die geeigneten Podcastvarianten – Audio-Podcasts, Video-Podcasts (Vodcasts) oder Screencasts – bestimmt werden. Beispielsweise können Audio-Podcasts von Studierenden für die Vorbereitung auf die nächste Präsenzphase genutzt werden. Mit einem Video-Podcast kann die letzte Präsenz-Lektion zusammengefasst werden. Andere Inhalte können per Vodcast oder Screencast für die eigenständige Bearbeitung in Fernlehre-Phasen aufbereitet werden.

uZeiller-Einsatz von Podcasting fuer Blended Learning.pdf

Referat/Workshop
Themen: 1. Individualisierung und Neue Medien
Stichworte: übungen, echtzeit, direkte betreuung, open source

Ein virtueller Übungsraum für die ortsunabhängige Echtzeit-Betreuung von Übungen am PC

Robert Matzinger

Wenn SchülerInnen oder StudentInnen am PC arbeiten, ist eine persönliche Unterstützung durch den Lehrenden häufig unabdingbar. Für manche Arbeitsaufträge am PC, beispielsweise im EDV- bzw. Programmierunterricht, ist nicht nur eine individuelle, sondern auch eine unmittelbare, synchrone Hilfestellung notwendig. Mehrere Lernende, zur selben Zeit, individuell zu betreuen ist eine große Herausforderung für den Lehrenden. Dies ist im Normalfall nur in einem PC-Raum möglich, in dem Lernende und Lehrende gleichzeitig anwesend sind.

Am Fachhochschul-Studiengang Internettechnologien sind wir mit dieser Situation häufig konfrontiert und haben deshalb an einer Lösung gearbeitet, die eine Betreuung von übenden Studierenden auch ortsunabhängig in Echtzeit möglich macht. Und dies unabhängig davon, mit/auf welcher Software gerade unterrichtet wird.

Im vorliegenden Beitrag präsentieren wir die prototypische Umsetzung dieser Art von Lehre im e-learning Kontext. Wir berichten von der Erprobung und Evaluierung dieser Lösung in konkreten e-learning-Situationen und betrachten die notwendige begleitende Kommunikations-Infrastruktur.

Zuletzt stellen wir Erweiterungen des vorgestellten Konzepts für die ortsunabhängige Zusammenarbeit auf gemeinsamen virtuellen Bildschirmen und die gemeinsame Betreuung von Arbeitsgruppen vor.

Unser "Virtual Classroom" basiert auf Open Source Tools und ist auf allen gängigen Betriebssystemen einsetzbar. Die Methode ist unter bestimmten Voraussetzungen auch für den Einsatz im Pflichtschulbereich geeignet.