A3: INNOVATIVE LERNUMGEBUNGEN

21st Century Teachers for 21st Century Learners. Das EPICT-Implementierungsprojekt in der österreichischen Lehrerbildung
von Günther Schwarz, Hildegard Urban-Woldron, Thomas Nárosy

Ziel des EPICT-Implementierungsprojekts des BMUKK und aller Pädagogischen Hochschulen in Österreich gemeinsam ist es, eine pädagogische orientierte Informations- und Kommunikationstechnologie-(IKT)-Basisausbildung verbindlich in der österreichischen Lehrerbildung (Aus-, Fort- und Weiterbildung) zu implementieren, die den Fokus auf die Entfaltung der Potenziale digitaler Medien als Lernwerkzeuge zum Erwerb fachspezifischer Kompetenzen richtet.
Mittel zum Zweck ist der in Dänemark entwickelte, international erfolgreich erprobte und weltweit schon über 100.000 mal zum Einsatz gekommene EPICT-Lehrgang, der für die österreichischen Verhältnisse speziell adaptiert wird. Das EPICT-Konzept erwies sich in den Pilotlehrgängen 2008/09 in Österreich als äußerst „robust“ für Variationen aller Art und wird nun Schritt für Schritt ins Angebot aller PHs übernommen.
Im Beitrag wird vorgestellt,
* wie Lehrkräfte mit EPICT in einem praxisbezogenen Ansatz Kompetenzen für den lernwirksamen Einsatz des Computers im Unterricht erwerben;
* wie das EPICT Zertifikat erworben wird;
* wie Lehrkräfte in einem teamorientierten dynamischen Prozess von einem Mentor/einer Mentorin über Blended-Learning begleitet werden;
* wie EPICT die Entwicklung einer neuen Lernkultur unterstützt, und
* welche Möglichkeiten EPICT für Differenzierung und Individualisierung des Unterrichts bietet.
Abschließend eine Absolventinnenmeinung über EPICT: „Jetzt ganz ehrlich: der letzte EPICT-Nachmittag war seit langem das Beste, was mir beruflich widerfahren ist. Danke für eine neue Dimension des Unterrichts!“



Mit Windows 7 und Office 2007 live durch den Unterricht!
von Daniela Denk

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Eine Open Source-Lösung für den Betrieb von PC-Räumen mit virtuellen Übungsrechnern
von Robert Matzinger

Die Vielfalt der Lehrveranstaltungen, die in einem PC-Raum abgehalten werden, stellen an die Software-Ausstattung der PCs enorme Anforderungen: Diversität der verwendeten Software, Notwendigkeit alternativer Betriebssysteme, Vergabe von Administrator-Rechten am Studierende, kontrollierte Netzwerkbereiche, etc. Diese Summe an Anforderungen ist mit gängingen PC-Installationen nicht erfüllbar.
Deshalb haben wir am Studiengang Internettechnologien eine Lösung implementiert, in der die Studierenden ausschließlich in virtuellen PCs arbeiten, die in einem schlanken, aus Open Source-Komponenten bestehenden Basissystem laufen. Das System beinhaltet auch Komponenten zur (automatischen) Verteilung der Installation im Raum, sodass die PCs automatisch konsistent gehalten wird. Eine ganze Palette an einfach zu bedienenden Störungsbehebungsmechanismen sichert einen störungsarmen Betrieb. Weiters können Vortragende selbst komplizierte Übungen in den virtuellen PCs präzise testen und damit reproduzierbare Übungsbedingungen garantieren.
Mit diesem System können nicht nur viele Übungen, etwa im Bereich Office, Programmierung, Simulation, Recherche, Multimedia, etc. störungsfreier und mit einem breiteren Spektrum an eingesetzter Software durchgeführt werden, sondern es werden auch etliche Übungen etwa im Bereich Betriebssysteme, Systemadministration, Datenbanken, Serverbetrieb, Netzwerk, etc. mit dieser Infrastruktur überhaupt erst möglich. Auch viele Inhalte aus dem Pflichtschulbereich lassen sich mit dieser Infrastruktur vielfältiger und einfacher beüben.
Wir berichten über den Aufbau dieser Open Source-Virtualisierungslösung und über praktische Erfahrungen im laufenden Lehrbetrieb.



*eLearning im Studienseminar BBS Mainz – eLearning an berufsbildende Schulen*
von Sylke Grüll

In Rheinland-Pfalz (Deutschland) werden Lehramtsanwärter (LAA) dual ausgebildet, d.h. sie sind zwei Tage in der Woche am Studienseminar und drei Tage an der berufsbildenden Schule. Sie sind Multiplikatoren an ihren Schulen. Daher wird in unserer Lehrerausbildung darauf Wert gelegt, die LAA mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien auszubilden.
·Anforderungen an online-Lernarrangements,
·Kriterien für guten Unterricht,
·schülerorientierte, konstruktivistische Ausgestaltung von online-Kursen
sind zentrale Aspekte, die im Laufe der Ausbildung angesprochen werden.
Am Studienseminar werden die LAA in verschiedenen "moodle-Kursen" selbst in die Rolle der Lernenden versetzt und somit neue Kommunikationsstrukturen genutzt (Foren, Feedback, Nachrichtenforen, Email, Chats => Einsatz von web 2.0).
Das Studienseminar nimmt am rheinlandpfälzischen Pilotprojekt "moodle" teil. Dadurch werden die technischen Rahmenbedingungen durch das Landesmedienzentrum in Form einer moodle-Plattform bereitgestellt. Das Aufsetzen der einzelnen Schul-Instanzen, die Benutzerverwaltung und die Update-Verwaltung werden zentral geleistet.
Die folgenden Beispielkurse
·Lerntagebücher - in meinem Unterricht? Online versus offline
·Podcasts – erstellen für und im Unterricht
·eLearning-Didaktik: Szenariengestaltung
sollen exemplarisch zeigen, wie moodle-Kurse in der Ausbildung von Lehrern eingesetzt werden können und Potenziale aufreißen.