C3: WIRTSCHAFT UND POLITISCHE BILDUNG

Ökonomie erleben und entdecken: Medien- und Unterrichtsbeispiele zu „Economic und Financial Education“
von Bernhard Probst, Hieber Andreas, Vatter Matthias

„Financial und Economic Literacy“ sind nicht erst seit der aktuellen Wirtschaftskrise Begriffe mit wachsender Bedeutung. So sind denn in zahlreichen Ländern Europas Projekte lanciert und umgesetzt worden. Einige davon in Form von Online Lernmedien. Auch in der Schweiz wurden verschiedene neue online-Medienangebote entwickelt, die moderne Unterrichtskonzepte im Ökonomieunterricht ermöglichen. Online-Simulationen, Strategie- und Rollenspiele können den Lernenden entdeckendes und selbstgesteuertes Lernen ermöglichen. Im Beitrag wird unter anderem die Internetseite www.iconomix.ch als herausragendes Beispiel für einen „gemässigten Konstruktivismus“ vorgestellt und konkrete Unterrichtskonzepte diskutiert. Anschliessend wird der Blick geöffnet auf weitere „E-Learning-Formate“ (Online-Lernspiele, E-Lesson) und deren Einsatz im Unterricht.




"Von Luca Pacioli zu RW 2.0 - eine didaktische Zeitreise"
von Gerhard Pflügelmayr

Die Mitwirkenden sind:
yocomo, issuu, jimdo, epunet, dvo ...
- Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten das Web 2.0 auf den RW-Unterricht von HEUTE und MORGEN umzusetzen
- Anhand konkreter Beispiele werden Werkzeuge und deren didaktische Anwendung für einen RW-Unterricht am Puls der Zeit exemplarisch vorgestellt!



PoliPedia.at – eine Web 2.0-Plattform, die selbstorganisiertes und kollaboratives Arbeiten unterstützt
von Gertraud Diendorfer, Petra Mayrhofer

Bei PoliPedia.at werden Jugendliche mit Hilfe von Web 2.0 zu eigenständigen ProduzentInnen politisch-partizipativer Inhalte und erarbeiten in einem selbst-orientierten Lernstil einen multimedialen wiki-Guide, also ein Online-Lehr- und Lernbuch zu Themen der Politischen Bildung, auf www.polipedia.at:
SchülerInnen können die Inhalte dieser wiki-Plattform unter der Verwendung von „social software“ (Wikis, Blogs, Foren, Videoclips, etc.) selbstständig in kollaborativer Art und Weise gestalten und aktiv nutzen. Sie werden damit zu "ProsumentInnen" (Alvin Toeffler), also ProduzentIn und KonsumentIn in einer Person.
PoliPedia.at bietet sich vor allem in Laptop-Klassen beziehungsweise für PC-gestützte Unterrichtssituationen und bei selbstständigem Arbeiten (Portfolio, Referate, Arbeitsaufgaben etc.) als tool für individuelle sowie für arbeitsteilige Lernprozesse in einem Team an. Das innovative Lehr- und Lernarrangement ermöglicht ein mediengestütztes Lernen und Lehren von- und miteinander (peer-to-peer), das Diskussionsprozesse anzuregen vermag und einen Wissenserwerb innerhalb der heterogenen User Community generiert. Es kann als Beispiel dafür gesehen werden, wie neue Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) mit ihrer nicht-linearen, vernetzten, nicht-hierarchischen und flexiblen Struktur, das den BenutzerInnen-Bedürfnissen von Jugendlichen, welche eher zu einer kurzfristigen themenorientierten, unkonventionellen Partizipation neigen, entgegenkommen, und ein kollaboratives und partizipatives Lernen ermöglichen.
Neben der Erhöhung der Medienkompetenz erlernen und festigen SchülerInnen durch dieses wiki-tool das sach- und medienadäquate Darstellen von Informationen und Positionen.

Diendorfer-2009-PoliPediaat__eine_Web_20-Plattform_die_selbstorganisiertes_und_kollaboratives_Arbeiten_unterstuetzt_a.ppt
Diendorfer-2009-PoliPediaat__eine_Web_20-Plattform_die_selbstorganisiertes_und_kollaboratives_Arbeiten_unterstuetzt_b.pdf



Kreative Staatsbürgerschaftsplattform im Rahmen der Unterrichtsfächer Politikwissenschaften und Geschichte
von Margaret Grün-Kerr, Kateryna Chebanna, Berkant Kölem

Im Rahmen des „Interdisziplinären Didaktikpraktikums“ der Universität Wien wurde eine Plattform erstellt, welche die Geschichte Österreichs und die der damit verbundenen Staatsbürgerschaft Schülern der Sekundarbildung Oberstufe, mit Hauptaugenmerk auf Allgemeinbildende Höheren Schulen im Fach Politikwissenschaften und Geschichte, näher bringen soll. Hierbei wurden Medien und Inhalte von bereits bekannten Plattformen, wie dem Demokratiezentrum Wien und dem damit verbundenen Videomaterial des Filmarchivs Österreich implementiert. Die Publikation der multimedialen Inhalte auf der Staatsbürgerschaftsplattform, geschah unter der Prämisse, dass es für reinen Lehrveranstaltungszwecke dienen wird. Das Hauptaugenmerk wurde der kreativen Gestaltung des Unterrichts und der Interaktion der Schüler untereinander gelegt, wobei sowohl Mindmapping-Tools zur Meinungsbildung über das Thema Staatsbürgerschaft, als auch webbasierte Kollaborationswerkzeuge für die Aufzählung der Rechte und Pflichten eines EU-Bürgers eingesetzt wurden. Die Webpräsenz wurde durch die Implementierung einer interaktiv präsentierten Geschichte der Familie Grün abgerundet, welche mit Hilfe einer auf Tatsachen basierenden, persönlichen und dramatischen Historie, den theoretischen Inhalt zusätzlich vertieft. Schlussendlich wurde dieser Plattform mit einem interaktivem Flash-Quiz der Schlusspunkt gesetzt, wobei ein didaktischer Teil, in dem ein Kalender mit einer persönlichen Empfehlung zur Unterrichtsimplementierung im kommenden Wintersemester 2008/09, und dem didaktischen Hintergrund der ganzen Plattform auch noch zusätzlich seinen Platz findet.

Gruen-Kerr-2009-Kreative_Staatsbuergerschaftsplattform_im_Rahmen_der_Unterrichtsfaecher_Politikwissenschaften_und_a.pdf



Game Based Learning in der E-Business Ausbildung: Erfahrungen mit dem Online Beer Distribution Game in der universitären Lehre
von Elisabeth Katzlinger

Warum werden eLearning, multimediale Werkzeuge – Web 2.0 Tools in Schulentwicklungsprozessen wenig eingesetzt? Kurze Videos vermitteln Ideen, wie Schulentwicklung in der Praxis umgesetzt werden kann. Gleichzeitig und ganz im Sinne von Web 2.0 können Lehrpersonen eigene Videos mit Umsetzungsideen auf einer Projektplattform allen zugänglich machen.
Am Beispiel von schulin.ch – einem Entwicklungsprojekt zur Einführung und Umsetzung der integrativen Schulung - wird aufgezeigt, wie eine Austauschplattform, ein virtuelles Netzwerk das Entwicklungsprojekt multimedial und interaktiv mit Web 2.0 Werkzeugen unterstützen.



Musiktechnologie als partizipatives Unterrichtsfeld für Jugendliche
von Birgit Hofstaetter, Anita Thaler

Business Games, Simulationen, Plan-Rollenspiele, usw. haben in der betriebswirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung eine lange Tradition. Den Lernenden wird ein Szenario bereitgestellt, an dem sie gemeinsam an einer komplexen Herausforderung arbeiten. Sie sind eine Methode, um komplexes Lernen zu ermöglichen. Die Anwendung von vorhandenem Wissen, die Gewinnung von neuen Informationen und kooperatives Lernen im Team wird in den Lernspielen erprobt. Interdisziplinäres Lernen von komplexen Kontexten wird gefördert. In zwei universitären Lehrveranstaltungen aus dem Bereich E-Business wurde das Online Beer Distribution Game eingesetzt und die Erfahrungen der beiden Gruppen miteinander verglichen. Das Beer Distribution Game wurde am MIT entwickelt, um Studierenden die Konzepte von komplexen und dynamischen Systemen zu verdeutlichen. Es simuliert eine mehrteilige Lieferkette: Eine Brauerei produziert Bier, liefert an einen Verteiler, dieser wiederum liefert an einen Großhändler aus. Der verteilt es weiter an den Einzelhandel, der an Endkunden verkauft. Ziel des Spiels ist es, die Distribuierungskosten innerhalb der Lieferkette möglichst gering zu halten. Gespielt wird in mehreren Runden (zwischen 25 und 50). Probleme des Supply Chain Managements, wie beispielsweise der Bullwhip-Effekt, treten im Spielverlauf auf. In der anschließenden Analysephase können sie besprochen und Lösungsvorschläge erarbeitet werden.

Katzlinger-2009-Game_Based_Learning_in_der_E-Business_Ausbildung_a.pdf