B2: Mathematik

Sicherung von mathematischen Grundkompetenzen bei der neuen standardisierten Reifeprüfung
von Hildegard Urban-Woldronl

Als wesentliches Ziel einer zentral erstellten Reifeprüfung in Mathematik wird die Sicherung von mathematischen Grundkompetenzen für alle österreichischen Maturantinnen und Maturanten genannt. Im Vortrag wird die Thematik "Kompetenzorientierter Mathematikunterricht mit Blick auf die zentrale Reifeprüfung" unter der Perspektive des pädagogischen Mehrwerts digitaler Medien und neuer Technologien beleuchtet. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht der Einsatz von Computeralgebra Systemen, Dynamischer Geometriesoftware und Tabellenkalkulationsprogrammen, mathematischen Lernprogrammen und die Einbeziehung des Internet in den Algebra-, Geometrie- und Stochastikunterricht der AHS – Oberstufe.

Basierend auf dem Konzeptpapier der Steuergruppe am AECC Mathematik / Univ. Klagenfurt werden zu allen vier dort definierten Inhaltsbereichen materialgestützte Beispiele vorgestellt, wie durch den Einsatz neuer Medien im Mathematikunterricht Verstehens– und Verständnisprozesse gefördert und mathematische Grundkompetenzen gesichert werden könnten. An Hand konkreter Beispiele aus dem Unterricht werden mit passenden Materialien und Software Möglichkeiten für die gezielte Nutzung des didaktischen Potenzials und der pädagogisch sinnvollen Einbindung der neuen Technologien und Medien in den Unterricht zur systematischen Kompetenzentwicklung unter Berücksichtigung auch rechnerfreier Fertigkeiten zur Diskussion gestellt.

Der Vortrag wendet sich an Lehrerinnen und Lehrer, die neue Technologien als sinnvolles Medium und Werkzeug in ihrem Unterricht einsetzen möchten, um zentrale Denk- und Arbeitsweisen, Problemlösefähigkeiten und Prozesse der Begriffsentwicklung bei Schülerinnen und Schülern nachhaltig zu unterstützen.

Urban-Woldron-2010-Sicherung_von_mathematischen_Grundkompetenzen_bei_der_neuen_standardisierten_Reifepruefung_a.pdf



Mathematische Formeln
von Christian Schweitzer

Es wird eine einfache Möglichkeit vorgestellt, mathematische Formeln auf Websites bzw. in webbasierten Lernumgebungen wie Moodle sauber darzustellen. Die Eingabe der Formeln erfolgt in einer einfachen Syntax, ein Javascript übernimmt die Übersetzung in den MathML-Standard. Auch das Erstellen von Grafiken ist möglich.

Schweitzer-2010-Mathematische_Formeln_a.pdf



GIS - Einsatz von Geographischen Informationssystemen im Unterricht
von Walter Wegscheider

GIS-Einsatz kann in der Schule auf verschiedensten räumlichen Dimensionsebenen durchgeführt werden - vom selbst vermessenen Gebäudekomplex über die Analyse eines politischen Bezirks bis zur Erstellung thematischer Karten von Staaten, Kontinenten – der ganzen Welt. Die Verbreitung von leicht zu handhabenden webgestützten Systemen (Web-GIS) und leistungsfähigen freien Desktop-GIS-Systemen eröffnet in Verbindung mit der Verfügbarkeit hochauflösender Satellitenbildern und freiem Datenmaterial (Grenzen-Polygonzüge, statistische Daten) eine Fülle von Einsatzmöglichkeiten. Dabei werden drei Wirkungsbereiche angesprochen, die nach einem schulischen Einsatz geradezu verlangen:

1) GIS-Funktionalitäten – die Visualisierung raumbezogener Daten – sind heute ein unverzichtbares Planungselement und finden immer stärkeren Einzug in verschiedenste Wirtschafts-, Planungs-, Administrations- und Privatbereiche.

2) Die eigenständige Erstellung von Karten vertieft und fördert die Fähigkeit der Schüler/innen, Kartenmaterial zu lesen und zu analysieren – eine Grunddisziplin geographischen Handelns.

3) Der notwendige informationstechnische Hintergrund (Pixel- und Vektorgrafik, Datenbank- und Tabellenkalkulationsfunktionalitäten) vertieft und erweitert die Problemlösefähigkeit von Schülern/Schülerinnen.

An zwei Beispielen (räumliche Dimensionen: Gebäude und Bundesland) wird der Einsatz einer freien Desktop-GIS-Software (Quantum-GIS) gezeigt und die didaktischen Probleme und Möglichkeiten im Verein und als Ergänzung zu Web-GIS-Systemen erörtert. Weiters wird die Erweiterung der Funktionalität mit Hilfe von freien statistischen und grafischen Daten (http://maps.google.de, Statistik Austria) und eigenen Messungen (GPS) besprochen.

Wegscheider-2010-GIS_-_Einsatz_von_Geographischen_Informationssystemen_im_Unterricht_a.pdf



*Von Punkten, Symbolen und Zahlen – Individuelle Beurteilung in moodle keine Hexerei*
von Vera Kadlec, Norbert Jilka

Anhand von Beispielen aus verschiedenen Unterrichtsfächern, vor allem aus den Fächern Informatik und Biologie und Umweltkunde, werden wichtige Aspekte zur Umsetzung von Beurteilungsmöglichkeiten mit Hilfe der Lernplattform moodle angesprochen. Dabei wird ausgehend von methodisch-didaktischen Vorüberlegungen auf praktische Umsetzungsmöglichkeiten eingegangen.

Praktische Beispiele werden zur Veranschaulichung herangezogen, wobei ein weiterer Focus auf Aspekte der Individualisierung einerseits und Begabungsförderung andererseits gelegt wird. Die besprochenen Best Practice Beispiele sind einerseits Ergebnisse, die aus unserer Diplomarbeit im Anschluss an unsere ECHA-Ausbildung entstanden, andererseits resultieren sie aus Erfahrungen, die im Rahmen von Schulbuchkonzeptionen entstanden. Die bereits seit Jahren erprobten Unterrichtsmodelle zur Individualisierung und Begabungsförderung durch Einsatz der Lernplattform im Regelunterricht lassen sich durch Elemente der Begabtenförderung sowie durch Elemente moderner pädagogischer Methodik, offener Lernformen und der Reformpädagogik individuell gestalten und erweitern.

Positve Lernerfahrung und das Wissen sowie die realistische Einschätzung der eigenen Leistung sind bedeutsame Verstärker einer engagierten Lerneinstellung. Dadurch kann die Lernmotivation in Richtung Erfolgsorientiertheit verschoben werden. Als weitere Nebeneffekte zeigen sich die permanente Transparenz der Leistungsbeurteilung sowie des Leistungsstandes, welche zusätzliche anspornende Wirkung auf die Leistungsbereitschaft haben.

Ein Ausblick auf Neuerungen, die besonders auf Beurteilungsmöglichkeiten abzielen, runden den Vortrag ab.

Kadlec-2010-Von_Punkten_Symbolen_und_Zahlen_a.pdf