B3: eLearning verbreiten

Lernen am runden Tisch
von Johann Weilharter

1996 gab es an der BHAK/BHAS Tamsweg erste Versuche mit einer Notebookklasse. Wir haben seither in diesem Bereich viele Erfahrungen gesammelt (auch schlechte).

Der erstmalige Einsatz von Netbooks im Schuljahr 2009/2010 hat uns wesentlich weiter gebracht.

Wie papierloser Unterricht der Zukunft mit der Nutzung von zentralen und dezentralen Netzen funktionieren kann, soll in diesem Vortrag gezeigt werden. Dabei wird auch die Wahl einer geeigneten Lernplattform eine Rolle spielen (wir machen gerade eine Umstellung). Unterricht am runden Tisch fördert Kompetenzorientierung und Individualiserung.

Weilharter-2010-Lernen_am_runden_Tisch_a.pdf
Weilharter-2010-Lernen_am_runden_Tisch_b.ppt



Pädagogische Qualitätskriterien für moderierte Online-Kurse
von Angela Kohl, Sylke Grüll, Christian Czaputa

Im schulischen Bildungsbereich kommen moderierte Online-Kurse zum einen als Lernangebot für SchülerInnen und zum anderen im Rahmen der LehrerInnenfortbildung zur Anwendung. Für die Erstellung dieser Online-Kurse, meist mit Hilfe von Lernmanagement-Systemen wie Moodle oder LMS, ist es notwendig, für LehrerInnen und KurserstellerInnen klare Qualitätsrichtlinien und Orientierungshilfen bereit zu stellen, die sie dabei unterstützen, die notwendigen didaktischen Handlungsentwürfe für ihre Unterrichtssequenzen entwickeln, begründen und qualitativ überprüfen zu können. Insbesondere auch die Weitergabe und der gegenseitige Austausch von Online-Kursen sollten sich an einem von BildungsexpertInnen anerkannten Kriterienkatalog orientieren.

Aus dieser Notwendigkeit heraus entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen e-LISA academy und der Akademie für LehrerInnenfortbildung und Personalführung, Dillingen (Deutschland) ein Pädagogischer Qualitätskriterienkatalog für moderierte Online-Kurse .

Der von einem Institutionen-übergreifenden ExpertInnen-Team aus Deutschland und Österreich entwickelte Katalog umfasst eine Checkliste, die zum einen zur Überprüfung bzw. Zertifizierung von Online-Kursen und zum anderen als Orientierungshilfe bei der Erstellung von Kursen dienen soll, sowie einen ausführlichen Katalog mit Erklärungen und Beispielen zu den Qualitätskriterien.

Fokus des Kriterienkatalogs:
* Orientierungshilfe für Lehrkräfte bei der Erstellung qualitätsvoller Online-Kurse
* Orientierungshilfe bei der Erstellung von Online-Angeboten im Zuge von Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen von Lehrkräften
* Zertifizierungsmöglichkeit für Online-Angebote
* Qualitätssicherung und Qualitätsnachweis von onlinegestützten Kursen
* Qualitätssicherung für Veröffentlichung und Austausch onlinegestützter Kurse

Kohl-2010-Paedagogische_Qualitaetskriterien_fuer_moderierte_Online-Kurse_a.pdf
Kohl-2010-Paedagogische_Qualitaetskriterien_fuer_moderierte_Online-Kurse_b.pdf



ICTeacher - ICT competencies and pedagogical application skills for teachers
von Mike Healy, Brian Heagney, Franz Moticka, Katharina Toifl

ICTeacher is a 2year project of the EU's Lifelong-Learning-Programme promoting the use of ICT in primary and secondary schools. Five countries participating in a teaching-consortium to deliver this project: Spain, Austria, Hungary, Denmark and UK.

Although much effort has been put on the integration of ICT in European-education-systems, and most of member states have successfully increased the density of technological equipment provided in schools there is still a gap of integration of ICT in the classes, eg 30% of teachers lack confidence in the use of ICT, 40% have difficulty finding materials for ICT-based-learning. Teachers require to regularly update their competencies. Especially "older" teachers need to be motivated in using ICT-tools.

Various investigations in Europe show that the present ICT knowledge and practice of teachers is still unsatisfactory and shows the evidence for the project presented here. Teachers need a set of up-to-date competencies as well as an appropriate attitude to ICT-supported teaching for several reasons, e.g. reach a high level efficiency in their daily preparatory and administrative work, for guiding their pupils in using ICT as standard facilitating tool in working life and in the "information society" and for designing up-to-date, attractive and effective IT-based lessons to their pupils.

Healy-2010-ICTeacher_-_ICT_competencies_and_pedagogical_application_skills_a.pdf



eLearning und Lernplattformen im Musikunterricht
von Fritz Höfer

Im Beitrag soll folgenden Fragestellungen nachgegangen werden:
1. Welche didaktische Innovationen ergeben sich durch den Einsatz von Lernplattformen im Musikunterricht?
2. Welche Kontextfaktoren beeinflussen die Implementierung von E-learning im Musikunterricht?
3. Was gehört zu einer musikpädagogischen Medienkompetenz? Wie kann eine musikbezogene Internetdidaktik aussehen?
4. Mehr Motivation durch mehr E-learning?
5. Welche Konsequenzen ergeben sich für die Lehramtsausbildung sowie for die Lehrerfortbildung.
Grundlage des Beitrages ist meine Dissertation "E-learning im Musikunterricht", welche an der Abteilung für Musikpädagogik der Universität Mozarteum Salzburg im April 2008 abgeschlossen wurde. Ein Teil der Dissertation bestand in der Entwicklung einer Lerplattform zum Thema "Romantik" für den Musikunterricht an AHS und BHS. Diese Lerplattform baut auf musikdidaktischen und allgemein pädagogischen Theorien auf und hat das Ziel den Mehrwert des Einsatzes von Lernplattformen im Musikunterricht nutzbar zu machen.

Hoefer-2009-eLearning_und_Lernplattformen_im_Musikunterricht_a.doc



Video, Foto, Wiki...Werkzeuge der Schulentwicklung?
von Claudia Fischer

Warum werden eLearning, multimediale Werkzeuge – Web 2.0 Tools in Schulentwicklungsprozessen wenig eingesetzt? Kurze Videos vermitteln Ideen, wie Schulentwicklung in der Praxis umgesetzt werden kann. Gleichzeitig und ganz im Sinne von Web 2.0 können Lehrpersonen eigene Videos mit Umsetzungsideen auf einer Projektplattform allen zugänglich machen.
Am Beispiel von schulin.ch – einem Entwicklungsprojekt zur Einführung und Umsetzung der integrativen Schulung - wird aufgezeigt, wie eine Austauschplattform, ein virtuelles Netzwerk das Entwicklungsprojekt multimedial und interaktiv mit Web 2.0 Werkzeugen unterstützen.



Musiktechnologie als partizipatives Unterrichtsfeld für Jugendliche
von Birgit Hofstaetter, Anita Thaler

Ausgehend von den Fakten, dass erstens Technik ein berufliches aber auch im Privatleben immer wichtiger werdendes Zukunftsfeld ist und zweitens Jugendliche sich für interdisziplinäre, kreative Themenbereiche interessieren, verbindet das Projekt „Engineer Your Sound! (EYS)“ Technik und Kreativität (konkret Musik) als Startpunkt einer Kooperation von WissenschafterInnen und SchülerInnen. Dabei haben 2008-2009 17-19-jährige SchülerInnen eines Grazer Musikgymnasiums mit Unterstützung von ExpertInnen – aus den Bereichen Toningenieurswesen / Elektronische Musik, Pädagogik, Geschlechterforschung und Digitale Medien – eigene Musik-Technik-Designs erarbeitet. Basierend auf dem Prinzip der Geschlechtergerechtigkeit und einem Aktionsforschungsansatz wurden den SchülerInnen die Technologien über das konkrete Ausprobieren und Experimentieren mit digitalen Medien und technischem Equipment nähergebracht, um partizipativ eigene Design-Ideen zu verwirklichen. So entstanden basierend auf einem Nintendo Wii-Controller ein sogenanntes „Luftinstrument“, selbst vertonte Kurzfilme u.a. Ein weiteres Ziel des Forschungsprojektes ist es, über Reflexionsschleifen zum eigenen Lernen allgemeingültige Impulse für die Modernisierung von Methoden und Didaktik vor allem naturwissenschaftlicher und technischer Fächer zu gewinnen, und zwar durch Verbindung von Jugendinteressen (wie Musik) mit digitalen Medien. Das Beispiel EYS zeigt, dass gerade Musik ein ideales Vehikel liefert, um Jugendlichen über einen interdisziplinären, partizipativen Technikgestaltungsansatz, Technik näher zu bringen (vgl. Thaler/Zorn 2009).

Hofstaetter-2009-Musiktechnologie_als_partizipatives_Unterrichtsfeld_fuer_Jugendliche_a.pdf