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Sitzungsübersicht
 
Datum: Donnerstag, 24.10.2013
14:00 - 15:30B1
Chair der Sitzung: Barbara Zuliani
Hörsaal 2 
 

E-Learning in der Volksschule. Vom digitalen Klassenzimmer zum iPad

Alfons Koller, Tanja Jadin, Stefan Hametner

Zur E-Learning-Didaktik-Tagung 2013 erscheint diese Publikation, die acht wissenschaftliche Forschungs- und Entwicklungsbeiträge sowie 18 Unterrichtsbeispiele enthält.

Sie dokumentiert die Arbeit im IMST-Themenprogramm "Kompenzorientiertes Lernen mit digitalen Medien" in österreichischen Volksschulen (1. bis 4. Schulstufe) in den letzten fünf Jahren. Sie erscheint im Trauner-Verlag in der E-Learning-Reihe der Universität Linz.


Einsatz von Lernsoftware im Unterricht - Eine Evaluation über Verständlichkeit und Mehrwert von Mathematik-Lerrnsoftware

Patricia Groiss, Tanja Jadin

Im Zentrum der Arbeit stand die Frage nach der Verständlichkeit für die Zielgruppe beim Einsatz von Mathematik-Lernsoftware im Unterricht einer 1. Volksschulklasse. Die Fallstudie wurde im Rahmen der Forschungsarbeit im IMST-Themenprogramm "Kompetenzorientiertes Lernen mit digitalen Medien" an der FH Hagenberg durchgeführt.

Bereits Piaget weist in seiner „Theorie der Denkentwicklung“ darauf hin, dass Kindern unter sieben Jahren die Lösung von Aufgaben, bei denen mehrere Dimensionen zu berücksichtigen sind, Schwierigkeiten bereiten. In mehreren kritischen Untersuchungen kam man weiters zur Erkenntnis, dass bereits Kinder ab fünf Jahren alle relevanten Dimensionen bei Absoluturteilen im Gegensatz zu Paarvergleichen berücksichtigen (Sodian, 2008).

Bei der Lernsoftware handelt es sich um eine Ergänzung zu einem Lehrbuch als Übungsmaterial für den schulischen und privaten Gebrauch. Eine 1. Volksschulklasse in Niederösterreich mit 21 Schüler/innen im Alter von fünf bis sieben Jahren nahmen ein Semester lang an der Untersuchung teil und nützten die Software mindestens zwei Mal pro Woche. Für die Evaluierung auf Verständlichkeit des Lernprogrammes wurden die Schüler/innen in die Software eingeschult und die Arbeit mit der Lernsoftware mittels Videoaufzeichnung dokumentiert.

Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit, entwicklungspsychologische Grundlagen bei der Konzeption und Umsetzung einer zielgruppenorientierten Lernsoftware zu berücksichtigen.


skooly

Georg Ratz

Informieren-Lernen-Kommunizieren in der Volksschule

skooly ermöglicht bereits Volksschulkindern den Kontakt mit einer Lern- und Kommunikationsplattform. In einem sicheren Raum lernen und kommunizieren Schüler/innen, werden auf ihrem Schulweg unterstützt und für zukünftige Herausforderungen vorbereitet.

skooly unterstützt Schulen bei der Schulentwicklung und ermöglicht bestmögliche Lernbedingungen für Schüler/innen. Digitales Klassenbuch und kompetenzorientierte Leistungsbeschreibung hilft Lehrer/innen bei Ihrer täglichen Arbeit.

Seit einem Jahr ist skooly online. In diesem Beitrag berichtet der Autor des Programms über Erfahrungen aus dem Schulalltag, stellt „Best Practice“ Beispiele vor und skizziert die Zukunft von skooly .

 
16:00 - 18:30B2
Chair der Sitzung: Barbara Zuliani
Hörsaal 2 
 

iPads in der Volksschule: Die Förderung der motorischen Fertigkeiten im Fokus

Barbara Zuliani

Das Projekt „Der Einsatz des iPads in der Volksschule“ setzt seinen Fokus auf das Erlernen des Schreibens von Buchstaben und Ziffern in der 1. Klasse Volksschule.

Diese Untersuchung wurde in einer 1. Klasse Volksschule mit 22 Kindern in einem Zeitraum von sieben Wochen durchgeführt. In dieser Zeit durfte die Hälfte der Kinder mit und die andere Hälfte der Klasse ohne iPad-Stifte auf dem Endgerät iPad arbeiten. Am Ende der Testphase bekamen die Kinder zum ersten Mal ihre Füllfeder und durften „Eislaufspuren“ (= Großmotorische Übungen ohne orthografische Ansprüche) erstellen und einen kurzen Text schreiben. Die Auswertung erfolgte mittels einer „Notenskala“ von Sehr gut bis Nicht genügend.

Die Fragestellung, ob die Verwendung von iPad-Stiften sich auf die feinmotorischen Fertigkeiten des Schreibens auswirken, kann eindeutig mit ja beantwortet werden. Es zeigt, dass jene Schüler und Schülerinnen, die mit den iPad-Stiften gearbeitet haben, signifikant bessere Ergebnisse im Bereich der Haltung des Endgerätes Füllfeder, der geschwungenen Linien, der Sauberkeit des Arbeitens, des Verwischens der Tinte und der Einhaltung der Begrenzung durch Linien erzielten.

Daraus schließe ich, dass es wichtig ist, bei der Buchstabenerarbeitung Kinder nicht nur mit Fingern auf dem Endgerät iPad arbeiten zu lassen, sondern ihnen gezielt iPad-Stifte zum Arbeiten zur Verfügung zu stellen.

Zuliani-iPads in der Volksschule_a.pdf

Open Source in der Volksschule

Chris Wegmayr

In der Volksschule werden die Weichen für Mediennutzung gestellt, natürlich werden die Werte im Elternhaus gebildet, die Schule kann dabei eine entscheidende Hilfe leisten. Die Programme, die in der Schule genutzt werden, sollten auch zu Hause zur Verfügung stehen, dabei ist Open Source die geeignete Lösung. Die vorgestellten Tools laufen auf den gängigen Betriebssystemen (Win, Mac, Linux), manche sind auch als Apps erhältlich.

Die Programme werden an vielen Volksschulen verwendet, Videos und Bilder aus der Unterrichtspraxis werden gezeigt - aus der Praxis für die Praxis!

Beispiele:

gcompris: ist eine mehrsprachige Sammlung von etwa 100 freien Werkzeugen und Spielen für Kinder von 2-10 Jahren.

Tux Math:

Spielerisch üben Kinder mathematische Grundfertigkeiten

TuxTyping:

So macht schreiben Spaß! Ist das Zehnfingersystem schon in der Volksschule ein Thema?

Tuxpaint:

ist ein komplexes Malprogramm für jung und alt

audacity:

Professionelle Software zur Audioaufnahme und-bearbeitung, Kinder lieben es!

JClic:

Autorentool zu Erstellen von interaktiven Übungen, ältere Kinder programmieren Übungen für jüngere.

Scratch:

Visuelle Programmiersprache für Kinder ab ca. 8 Jahren zum Erstellen von interaktiven Spielen, Animationen

OOo4kids:

Das vereinfachte OpenOffice ist für weniger komplexe Schreibaufgaben geeignet, es startet schnell und ist übersichtlich.

Wegmayr-Open Source in der Volksschule_a.pdf

eLearning und Musikerziehung heute

Clemens GOTTFRIED

Vor fünf Jahren habe ich hier die Gehversuche des eLearning-Einsatzes in der Musikerziehung (ME) beleuchtet.

Inzwischen sind eLearning-Methoden in der Musikerziehung integriert wie die MP3-Datei (sind sie das?), heute stellt sich die Frage, wie eLearning-Einsatz das Kompetenz- und Standardisierungsmodell in der ME fördern, stärken und stützen kann.

Einsatz von Open Source Software im ME-Unterricht in der Musikpraxis, Realisierung von kollaborativen Unterrichtsprojekten mit Hilfe von Lernplattformen (am Beispiel eines Bundesländerübergreifenden Kompositionsprojektes), Unterstützung beim musikalischen Improvisieren und Gestalten durch mobile Lernbegleiter (Smartphone, Tablet, Notebook) und Hilfe zu einer urteilsfähigen und kompetenten Musikrezeption sind dabei spannende Aspekte.

In Streif- und Blitzlichtern durch den österreichischen ME-Unterrricht möchte ich dazu eindrucksvolle Unterrichtsbeispiele aufzeigen und zur Adaption für den eigenen Unterricht ermutigen.

GOTTFRIED-eLearning und Musikerziehung heute_a.pdf
 

 
Datum: Freitag, 25.10.2013
8:30 - 9:45B3
Chair der Sitzung: Alfons Koller
Hörsaal 2 
 

Kompetenznachweis und ergänzende differenzierte Leistungsbeobachtung mit LMS.at

Ulrike Höbarth

1. Gesetzliche Rahmenbedingungen und Orientierungshilfen

Die EDL kann als zusätzliche Informationen für Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen verstanden werden.

• Schüler und Schülerinnen Informationen über die Stärken zu geben und sie im Unterricht zu thematisieren.

• Klassen- oder Stufenteams die ergänzende differenziert Leistungsbeschreibung gemeinsam zu machen, um möglichst viele Perspektiven zu integrieren.

• Stärkenbereiche hervorzuheben und mittels Textbausteine zu erläutern.

• Beobachtungen und Erfahrungen, die die Stärken begründen, in die Beschreibung zu integrieren, um das Bild zu konkretisieren.

2. Umsetzungsmöglichkeiten mit LMS.at

• Soziale Kompetenzen klassenübergreifend

• Fachspezifische Kompetenzen kursbezogen

• Selbsteinschätzung der eigenen Leistung

• Kompetenzentwicklung transparent dargestellt

a. Fachübergreifend können soziale Kompetenzen von Klassenvorständen/-ständinnen angelegt und von ALLEN in der Klasse unterrichtenden Lehrpersonen bewertet werden. Dadurch entsteht ein Gesamtbild der Beurteilung dieser Fähigkeiten jedes einzelnen Schülers/jeder einzelnen Schülerin.

b. Fachspezifisch werden Detailziele der einzelnen Unterrichtsgegenstände in der Anwendungsfunktion Kompetenzen angelegt und der Lernerfolg festgehalten. Zusätzlich kann in Aufgaben der Fortschritt im Kompetenzerwerb jedes einzelnen Schülers/jeder einzelnen Schülerin dokumentiert werden.

c. Selbsteinschätzend kann jeder Schüler/jede Schülerin in selbstständig reflektieren, inwieweit eine Fähigkeit laut eigener Einschätzung bereits beherrscht wird. Ein Vergleich mit der Feststellung der Bewertung der Lehrpersonen ist jederzeit möglich.

d. Transparent kann von Klassenvorständen/-ständinnen, Klassenlehrern/-lehrerinnen und Schülern/Schülerinnen jederzeit der Fortschritt im Erwerb der jeweiligen Kompetenz eingesehen werden.

Höbarth-Kompetenznachweis und ergänzende differenzierte Leistungsbeobachtung_a.pdf
Höbarth-Kompetenznachweis und ergänzende differenzierte Leistungsbeobachtung_b.pdf

Kompetenzorientierte Beurteilung im Mathematikunterricht der BHS

Kurt Söser

Auf Basis des Kompetenzrasters der BHS, wo es 5 Inhaltsdimensionen (Zahlen und Maße, Algebra und Geometrie, Funktionale Abhängigkeiten, Analysis, Stochastik) und 4 Handlungsdimensionen (Modellieren und Transferieren, Operieren und Technologieeinsatz, Interpretieren und Dokumentieren, Argumentieren und Kommunizieren) habe ich ein Beurteilungsraster für meine Klassen realisiert, dass in der Beurteilung des einzelnen Schülers die Handlungsdimensionen in den Vordergrund rückt und somit auf diesen Kompetenzen beruht.

In meine Vortrag möchte ich dieses Beurteilungssystem vorstellen und zur Diskussion stellen, die technische Realisierung via Tabellenkalkulation präsentieren , sowie auf die Vor- und Nachteile nach einem Jahr Unterrichtserfahrung eingehen.

 
10:45 - 12:45B4
Chair der Sitzung: Andreas Riepl
Hörsaal 2 
 

ePOP - Kompetenzerwerb und ePortfolio-Arbeit mit mobilen Endgeräten

Mathias Spanring, Andreas Riepl

Bildungsstandards legen fest, welche Kompetenzen Schüler/inne/n in einem bestimmten Gegenstand erreichen sollen. In der Anleitung durch Lehrer/inne/n wird der sukzessive Kompetenzerwerb dokumentiert, idealerweise auch in elektronischer Form.

Ein ergänzender Ansatz dies zu bewerkstelligen ist, Schüler/inne/n mehr in die Eigenverantwortung zu nehmen. Die Entwicklung dieser Eigenverantwortung ist ein kontinuierlicher Prozess, der laufend durch Pädagog/inne/n begleitet werden sollte. Um die Einstiegshürde zu minimieren wurde gemeinsam mit dem ÖZEPS von der gtn gmbh eine Smartphone-App entwickelt, die Bildungsstandards, assoziierte Beispiele und ePortfolio-Arbeit zur Zielgruppe der Lernenden bringt.

Daraus ergeben sich mehrere Vorteile:

1. Einfacher Einstieg in die ePortfolio-Arbeit

2. Zeitgemäßes Tools auf mobilen Endgeräten das Jugendliche positiv aufnehmen

3. grundsätzliche Unabhängigkeit von Software-Funktionalität

4. Zeit u. Ortsunabhängigkeit

5. Grafische Visualisierung des Kompetenzfortschritts in einem Gegenstand

6. Reflexion der individuellen Arbeit mit Standards

Das elektronische persönlichkeitsorientierte Portfolio versucht selbstangeleitetes Lernen mit unterschiedlichen Bildungsstandards zu kombinieren. Die Bearbeitung erfolgt mittels einer Smartphone-App - somit liegt auch der Fokus auf der Nutzung individueller (Smartphone)-Apps zur Lösung von Aufgabenstellungen, je nach Interesse und Ziel des jeweiligen Lernenden.

Spanring-ePOP - Kompetenzerwerb und ePortfolio-Arbeit mit mobilen Endgeräten_a.pdf

Kompetenzorientierte Unterrichtsdokumentation und Leistungsbeurteilung

Veronika Vanecek

Als Lehrerin in einer Montessori-Klasse in der VS Wien-Laimäckergasse versuche ich, die präferierte Unterrichtsform der Freiarbeit mit schulstufenübergreifenden Projektphasen nachhaltig, transparent, zielführend und zeitgemäß zu dokumentieren. Meine Kollegin M. Pichler und ich nutzen hierfür ein Tablet und eine hiefür speziell entwickelte Software, durch die alle notwendigen Aufzeichnungen bereits während der Arbeitsphasen durchgeführt werden. Übertragungs- und Auswertungsarbeiten zu Hause werden damit im Idealfall obsolet, unsere Arbeitszeit kann für Diagnose- und Förderüberlegungen nutzen werden.

Vanecek-Kompetenzorientierte Unterrichtsdokumentation und Leistungsbeurteilung_a.doc

Zeitgemäße Dokumentation der betrieblichen Praxis in Form eines Portfolios auf LMS.at

Elvira Mihalits-Hanbauer

Viele Schüler/innen in berufsbildenden mittleren und höheren Schulen absolvieren freiwillige oder verpflichtende Praktika in der unterrichtsfreien Zeit.

Diese Praktika tragen erheblich dazu bei, die Schüler/innen auf ihre Berufstätigkeit vorzubereiten und erhöhen damit die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Praktikant/innen erwerben viele Kompetenzen, die bis dato nicht nachweislich dokumentiert werden.

Es ist daher an der Zeit, eine Form zu finden, das absolvierte Praktikum in geeigneter Form zu dokumentieren. Mit dem Praxisportfolio auf LMS.at wird dies auf einfache Art möglich. Die Umsetzung des Praxisportfolios erfolgt in Form eines eBuchs, das ist ein interaktives Buch auf LMS.at, in das viele verschiedene Elemente integriert werden können, z.B. Texte, Bilder, Videos, Dokumente, Slideshows etc. Damit wird das Praktikum nicht nur nachweislich dokumentiert, sondern auch „lebendig“.

Dabei ist folgende Struktur vorgesehen:

  • Deckblatt
  • Persönliche Daten
  • Bewerbung
  • Praxistagebuch
  • Praxisnachweis/e
  • Arbeitsaufträge

Die Dokumentation soll dabei im Vordergrund stehen und den Praktikant/innen eine intensive Auseinandersetzung, z.B. in den folgenden Bereichen, ermöglichen:

  • Ein typischer Arbeitstag
  • Der Arbeitsplatz
  • Eine typische Tätigkeit
  • Die Unternehmensbeschreibung
  • Das Berufsbild

Ein abschließender Kompetenz-Check ermöglicht eine umfassende Selbst-Reflexion.

Um die Umsetzung für Schüler/innen und betreuende Lehrende so einfach wie möglich zu halten, können Vorlagen verwendet und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.


Kompetenzorientierte Beurteilung in eduMOODLE mit Hilfe von rubrics

Vera Kadlec, Norbert Jilka

Ausgehend von den Kompetenzmodellen der österreichischen Bildungsstandards wird Bloom's Digital Taxonomy, Bloom's Revised Taxonomy bzw. Anderson and Krathwohl's taxonomy erläutert. Die Umsetzung der Kompetenzbewertung mit Hilfe von rubrics von MOODLE wird mit Schwerpunkt auf die naturwissenschaftlichen Kompetenzen dargestellt und erläutert.

Kadlec-Kompetenzorientierte Beurteilung in eduMOODLE mit Hilfe von rubrics_a.pdf