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Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Tagung.
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Sitzungsübersicht
Datum: Donnerstag, 23.10.2014
14:00 - 15:30D1
Chair der Sitzung: Robert Schrenk
Sem 12 
 

Ansprechende Kunst - Image based Augmented Reality Projekt

Robert Schrenk

Beim Projekt "Ansprechende Kunst" der "Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus" haben 15-jährige Schüler/innen des Zweigs "Computer Science Management" die Kunstwerke der Schule für die App Junaio (iOS und Android) erfasst. Sofern nun ein Besucher eines der Kunstwerke über sein Smartphone/Tablet betrachtet wird automatisch ein Video mit Informationen des entsprechenden Werks über das Original-Bild übergeblendet. Im Video kommt dabei Transparenz zum Einsatz. Dieser Vortrag behandelt die Umsetzung Projekts hinsichtlich der organisatorischen und technischen Anforderungen.

Schrenk-2014-Ansprechende Kunst-7_a.pdf
Schrenk-2014-Ansprechende Kunst-7_b.pptx

Musik und eLearning 2014

Clemens GOTTFRIED

Aus den Gehversuchen sind Siebenmeilenstiefel geworden:

Wie in kaum einer ande-ren Disziplin haben eLearning-Methoden die Musik- und Instrumentalpädagogik vom steinzeitlichem Ablauf bis zu futuristisch anmutenden Szenarien weiter entwickelt:

  • keine Musikstunde ohne Smartphone (und wahrlich nicht nur als Speichermedium),
  • keine Chor- oder Ensembleprobe ohne Tablet (und nicht nur zur Steuerung der Rhythmusuntermalung),
  • keine Musiktheoriestunde ohne Notebook (und nicht nur zur Projektvorbereitung).

eLearning in der Musikerziehung hat sein früheres Aschenbrödeldasein abgelegt und ist heute einer innovativen Disziplin des Kreativunterrichtes geworden.

Auch heuer wieder möchte ich anhand topaktueller Erfolgsgsberichte von unkonventionellen Projekten, Demonstration verblüffender Ideen, Einsatz von Open-Source und mobiler Lernbegleiter zur Unterstützung kollaborativer Unterrichtsexperimente zeigen, dass eLearning auch das musikpädagogische Kompetenzmodell fördert und stützt und das in allen Schulstufen.

Wieder möchte ich In Streif- und Blitzlichtern durch den österreichischen ME-Unterrricht dazu eindrucksvolle Unterrichtsbeispiele aufzeigen und zur Adaption für den eigenen Unterricht ermutigen.

Ziel: Best-Practice-Beispiele über aktuellen eLearning-Einsatz in der Musikerziehung

Diskussion: Erfahrungsaustausch, Strategien, Möglichkeiten

GOTTFRIED-2014-Musik und eLearning 2014-46_a.pdf

Musikalisches Einmaleins - Burgenländisches Musikschulwerk goes OTP

Thomas Ritter, Elvira Mihalits-Hanbauer

eLearning im Musikschulunterricht? Sie können sich das nicht vorstellen?

Dann müssen Sie unbedingt OTP Musikalisches Einmaleins kennen lernen.

Das Musikalische Einmaleins ist als musiktheoretische Vorbereitung für die Elementarstufe gedacht und wird in der Musikschule eingesetzt. Dazu wurde ein kostenloser Online-Kurs als OTP auf LMS.at erstellt, der grundlegenden Übungen und Erklärungen enthält. Außerdem finden die Schüler/innen der Musikschule dort weiterführende und ergänzende Beispiele, die für eigenständiges und individualisiertes Lernen und Festigen verwendet werden können.

Die multimediale und interaktive Aufbereitung der musiktheoretischen Inhalte zeigt die vielfältigen Möglichkeiten, wie eLearning für das Erlernen der Notenschrift, der Tonhöhen und Tonleitern, aber auch Rhythmus-Übungen eingesetzt werden kann. Selbstverständlich darf auch das "gute Gehör" und Singen nicht fehlen.

Lassen Sie sich diesen musikalischen Beitrag nicht entgehen!

Ritter-2014-Musikalisches Einmaleins-19_a.pdf
 
16:00 - 18:30D2
Chair der Sitzung: Clemens GOTTFRIED
Sem 12 
 

Videoanalysen zur Lernunterstützung

Martina Jelinek

Am berufsbegleitenden Masterstudiengang Angewandtes Wissensmanagement sind wir implizitem Wissen auf der Spur. Wir forschen an der Frage wie man Knowhow, das sich schwer beschreiben lässt sichtbar machen und/oder vermitteln kann.

Wir vertreten die Hypothese, dass dies durch gezielte Videoanalysen gelingen kann.

Erste Erfahrungen haben wir mit der Sportart Bogenschießen gewonnen.

Wie einige andere Sportarten eignet sich das Bogenschießen hervorragend dazu, Abläufe in kleine Detailbewegungen zu zerlegen und diese bildlich festzuhalten. Am Beispiel Bogenschießen wurde der Lernerfolg ein Semester lang mittels Videoanalysen begleitet und überprüft. Worauf es dabei ankam und wie die Analysetechnik auf andere Bereiche übertragen werden kann, ist Thema dieses Vortrags.

Jelinek-2014-Videoanalysen zur Lernunterstützung-60_a.pptx

Schulbuch 2.1 - wie ein Arbeitsbuch im 21. Jahrhundert aussehen kann

Kurt Söser

Schon seit längerem beschäftige ich mich mit interaktiven Materialien und deren Einsatz in/für Schulbücher bzw. Lernunterlagen. Die Schulbuchverlage entwickeln das Konzept "digitales Schulbuch" meines Erachtens noch zu wenig weit. Inhalte einfach nur digital zur Verfügung zu stellen, geht zu wenig weit und die geschlossenen Strukturen lassen wenig Spielraum für LehrerInnen und SchülerInnen.

Ich möchte in meinem Vortrag kurz mein Konzept eines interaktiven, multimedialen, offenen (CC-BY-SA) und individualisierbaren *Arbeits*buches (für Mathematik) auf Basis von OneNote und GeoGebra vorstellen. In Zusammenarbeit mit einem stiftbasierten Tablet-PC kann dies ein vollständig neues, individuelles Lernen im 21. Jahrhundert ermöglichen und meine Vision der digitalen Schultasche realisieren.


Das elektronische Schulbuch am Beispiel der Mathematik der Sek I

Alois Bachinger

LehrerInnen erstellen mit einem frei verfügbaren Werkzeug am PC einzelne Aufgaben, Arbeitsblätter oder ganze Abschnitte zu mathematischen Themen-Bereichen eines Arbeitsbuches. Die Aufgaben werden teilautomatisiert überprüft und stellen den SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen umfangreiche Informationen zum Leistungsverlauf und -stand in Kompetenzbereichen zur Verfügung.

Diese e-Learningmaterialien können gesammelt in Kapiteln eines Buches auf Smartphones, Tablets, Notebooks oder PCs von LehrerInnen und SchülerInnen bearbeitet werden.

Die erstellten Materialien zielen vorzugsweise auf selbstgesteuerten Arbeitsphasen.


Professionelle Programmierung in der Schule - HTML 5

Alois Bachinger

HTML 5, jQuery und CSS sind sehr aktuelle und wichtige Werkzeuge zur Erstellung von Inhalten für verschiedene Plattformen. Das bedeutet, dass Anwendungen, die mit diesem Werkzeug erstellt wurden, auf allen verbreiteten Plattformen wie Smartphones (Android, Meego, IOS), Tablets, PCs und MACs laufen.

Damit ergibt sich nicht nur für den Programmierunterricht (etwa ab der 7./8. Schulstufe) sondern auch für die Erstellung von Online-Materialien durch Lehrer ein sehr effizienter Weg, mit der Applikation auf allen Plattformen vertreten zu sein.

In diesem Vortrag wird der Weg der Erstellung umrissen - in einem getrennt angebotenen intensiven Workshop werden dann die praktische Schritte am Computer und Tablet durchgeführt.

 

Datum: Freitag, 24.10.2014
8:30 - 10:00C3
Chair der Sitzung: Walter Steinkogler
Sem 12 
 

Vergleich der Ausgestaltung und des Verlaufs von cMOOCs

Claudia Bremer, Monika König, Marc Schakinnis

Die zur Zeit vielfach diskutierten MOOCs sind inzwischen so zahlreich und ihre didaktischen Ausprägungen so vielfältig, dass sich erste Ansätze der Kategorisierung von MOOCs ent-wickelten. Ein Ansatz findet sich bei Atkinson (2011), der den hinter einem Kurs liegenden lerntheoretischen Ansatz als Ausgangspunkt wählte. Reich (2012) nahm zudem die Dimension des Geschäftsmodells in die Betrachtung mit auf. Eine sehr vereinfachte Variante stellt die heutige Klassifizierung in cMOOCs und xMOOCs dar, die jedoch in vielen Diskussionen wieder aufgebrochen wird, so z.B. durch Grainne (2013), die vorschlug, die Aspekte, die man zur Planung von online Kursen nutzt, auch zur Klassifikation von MOOCs heranzuziehen. In diesem Beitrag sollen anhand verschiedener aus diesen Klassifikationen entwickelter Kriterien verschiedene cMOOCs miteinander verglichen werden, um ein besseres Verständnis für die Ausgestaltung und Umsetzung solcher Kurse und eine Handreichung für MOOC-Veranstalter zu entwickeln. Herangezogen werden dazu mehrere deutschsprachige cMOOCs wie beispielsweise die Kurse OPCO11 und OPCO12, der MOOC-Maker-Kurs und vor allem die aktuell im Sommer 2014 laufenden Kurse „Einsatz von Web 2.0 Tools in Bildungsprozessen“ und der Kurs „Lernen durch Lehren“. Dazu wird ein Set aus 11 Kriterien herangezogen, das zum Vergleich wie auch zur Planung von cMOOCs genutzt werden kann.

Bremer-2014-Vergleich der Ausgestaltung und des Verlaufs von cMOOCs-56_b.pdf

Klassenpinnwand - genial einfach, einfach genial!

Marianne Ebenhofer, Barbara Bamberger

*Die Klassenpinnwand ist ein einfaches, bewusst auf Grundfunktionalitäten reduziertes Tool für die Volksschule, das einen Kontrapunkt zu komplexen, umfassenden Lernmanagementsystemen setzt. Genial einfach – ganz einfach genial.*

Die Klassenpinnwand ist ein einfaches Tool mit dem der internetgestützte Unterricht in der Grundschule vereinfacht und effizient umgesetzt wird. Sie überzeugt durch hervorragende Usability und zeitsparende Bestückung, wodurch vor allem auch weniger medienaffinen Lehrkräften erste Schritte in Richtung IKT-Einsatz im Unterricht schmackhaft gemacht werden können.

So einfach geht es: Name für die Klassenpinnwand vergeben, URL festlegen und schon ist die Klassenpinnwand eingerichtet. Links und Infos posten und es kann losgehen.

In der Klasse wird die Klassenpinnwand als Startseite eingestellt. Sie schafft damit einen fixen, für die Klasse adaptierten Einstieg ins Web und ermöglicht so, das aktuelle Unterrichtsgeschehen bereits ab dem ersten Schultag auf einfachste Weise mit Webangeboten zu bereichern.

Die Einsatzgebiete sind vielfältig: Die Klassenpinnwand bietet Unterstützung bei Internetrallye, Webquest, selbständigen Übungsphasen sowie freien Recherchen. Individualisierung sowie Differenzierung werden ermöglicht und die LehrerInnen in der Unterrichtsorganisation unterstützt.

Weiters können auf der Klassenpinnwand Hausübungen, organisatorische Hinweise sowie

Online-Inhalte für das selbständige Üben gepostet werden. Sie stellt somit einen zusätzlichen Kommunikationskanal für Erziehungsberechtigte dar und erleichtert die Förderung der Kinder zu Hause.

Ebenhofer-2014-Klassenpinnwand - genial einfach, einfach genial!-54_a.pdf

Media on Demand – Bildungsmedien auf Knopfdruck

Astrid Leeb

Das Angebot „Media on Demand“ öffnet die Tür zu vielfältigen Möglichkeiten des Medieneinsatzes im Unterricht. Die Vorteile: immer verfügbar, keine Wartezeit, rechtlich abgesichert, große Auswahl.

Die Kollektion von Media on Demand  umfasst derzeit Unterrichtsfilme, Spielfilme, Bilderbuchkinos, Musik sowie interaktive Übungen, die in der Schule auf Knopfdruck zur Verfügung stehen.

Media on Demand punktet vor allem durch den flexiblen Zugriff, wodurch eine abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts sehr einfach möglich wird. Die Schüler/innen können in der Schule den gesamten Medienpool selbständig verwenden – nur einige Beispiele:

  • Gruppenarbeiten: zur Recherche oder Einbindung in Präsentationen
  • Erklärung, Veranschaulichung von komplexen Sachverhalten
  • Erarbeiten, üben und festigen von Wissen
  • Vertiefung von Aufgabenstellungen

Dies eröffnet den Schüler/innen zudem auch Einblick in die gezielte Nutzung von Medien, aber auch in die Gestaltungsmöglichkeiten und Wirkungsweisen von Medien.

Leeb-2014-Media on Demand – Bildungsmedien auf Knopfdruck-27_a.pdf
 
10:30 - 12:00C4
Chair der Sitzung: Andreas Riepl
Sem 12 
 

Klassenbuch+Pensenbuch=ePortfolio

Georg Ratz

... oder skooly-Tools in der Eduthek

Endlich ein ePortfolio das sich fast von alleine befüllt. Mit Hilfe der skooly-Tools Pensenbuch und Klassenbuch werden alle wichtigen Punkte im Leben einer Schülerin/eines Schülers in einer Timeline dargestellt.

Diese kann duch eigene Beiträge (und Downloads) ergänzt werden und ergibt so ein dynamisches und modernes ePortfolio.

Lernfortschrittskurven in jedem Fach dokumentieren zusätzlich den Lernverlauf der Schüler/innen.

In diesem Vortrag werden die Möglichkeiten der skooly-Tools vorgestellt und gezeigt, wie einfach es sein kann jeder Schülerin/jedem Schüler ein ePortfolio zur Verfügung zu stellen.


Kompetenzbasiertes Lernen mit mobilen Lernbegleitern

Andreas Riepl

In der Anwendung von Bildungsstandards gibt es als Ergänzung zu den Dokumentationsmechanismen der verschiedenen Lernplattformen inzwischen auch Apps, die das einfache Arbeiten mit Standards und Leistungsnachweisen ermöglichen. Die beiden Apps ePOP und exalis wurden genau dafür konzipiert: ePOP ermöglicht die Portfolio-Arbeit am Smartphone in strukturierter Form, exalis stellt die Selbsteinschätzung bei der Leistungserbringung in den Vordergrund.

Hintergrund für das Konzept liegt bei der Flexibilität von mobilen Lernbegleitern: Unabhängigkeit von Apps bei der Inhaltserstellung, Mobilitätsfaktor und Content-Produktion. Bei ePOP werden prototypische überfachliche Beispiele und Aufgabenstellungen die auf edumoodle frei verfügbar sind zur Abarbeitung direkt in das mobile Endgerät geliefert, bearbeitet, das Resultat wird online abgespeichert und ist mit vordefinierten Bildungsstandards assoziiert.

Die WebApp exalis fokussiert auf die Dokumentation von Kompetenzbereichen wobei ein integraler Bestandteil die Selbsteinschätzung in einzelnen Gegenständen/Themenbereichen ist. Leistungsnachweise werden über Aufgabestellungen bzw. eAssessments erbracht oder durch Portfolio-Artefakte belegt, die direkt am Smartphone produziert werden können.

Riepl-2014-Kompetenzbasiertes Lernen mit mobilen Lernbegleitern-13_a.pdf

Standardisierte Reifeprüfung Englisch mit Moodle Quizzes

Eberhard Seipelt

Die standardisierten Testverfahren der schriftlichen Matura bieten sich für die elektronische Auswertung an. In Moodle umgesetzte freigegebene Aufgabenstellungen bieten sich für die individuelle Vorbereitung von SchülerInnen - außerhalb der Unterrichtszeit - an.

Es wird ein kurzer Überblick über schon vorhandenes gegeben, auf die Problematik der Erstellung hingewiesen und zur Mitarbeit aufgerufen.

Dieser Beitrag ist auch für FachkollegInnen / ARGE Leiter anderer zentral maturabler Fremdsprachen gedacht.

Seipelt-2014-Standardisierte Reifeprüfung Englisch mit Moodle Quizzes-31_a.pdf
 
12:45 - 13:45C5
Chair der Sitzung: Walter Steinkogler
Sem 12 
 

eBuch und ePortfolio im Fremdsprachenunterricht

Julia Prinz

In dem Vortrag werden zwei praktische Einsatzmöglichkeiten von eBüchern auf einer Lernplattform gezeigt.

Zum einen handelt es sich dabei um ein eBuch zu den Olympischen Winterspielen in Sochi, das für den Anfängerunterricht Russisch erstellt wurde und in diesem als offene Lernsequenz eingesetzt wurde. Ziel dieses eBuchs war es neben der Vermittlung von neuem Vokabular und neuen Strukturen, die SchülerInnen mit der kyrillischen Schrift am PC vertraut zu machen.

Zum anderen wird gezeigt wie die SchülerInnen mithilfe von eBüchern selbst zu Autoren werden, und diese als ePortfolios im Englisch-Unterricht der Oberstufe nützen um ihre Schreibkompetenz in den verschiedenen Textsorten zu dokumentieren.

Der Fokus des Vortrags liegt auf der Präsentation didaktischer Überlegungen, wie z.B. das Ansprechen verschiedener Lerntypen und Skills durch die multimediale Gestaltung von Lernmaterialien. Es soll vor allem gezeigt werden, wie sich der Einsatz von eBüchern vorteilhaft in den konventionellen Fremdsprachenunterricht integrieren lässt.

Prinz-2014-eBuch und ePortfolio im Fremdsprachenunterricht-32_a.pptx

Die Methode Planspiel als textbasierte Simulation auf LMS-Systemen - Ein Praxisbericht aus der LehrerInnenbildung

Christopher Hanzl

Der Vortrag beschreibt Rahmenbedingungen und erfolgskritische Faktoren zum Einsatz der Methode Planspiel in webbasierten Lernumgebungen an Hand eines Praxisbeispiels.

Die Methode Planspiel ist ein didaktisches Lehr- und Lernverfahren, bei dem am Modell einer vereinfachten Situation den Teilnehmenden Handlungsentscheidungen abverlangt werden, deren Auswirkungen und Folgen geprüft und diskutiert werden können. Sie findet ihren Ursprung in den Kriegssimulationsspielen chinesischer Feldherren bereits im Jahre 3000 v. Christus und ist bis ins 20 Jahrhundert im Bereich Strategie und Simulation fester Bestandteil der strategischen Kompetenzentwicklung in militärischen Kontexten. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts finden Unternehmensplanspiele in die Ausbildungsmethoden von wirtschaftswissenschaftlichen Studien und innerbetrieblichen Fortbildungen ihren Zugang und werden dort sukzessive didaktisch aber auch technisch verfeinert. Im Rahmen von Computerspielen werden digitale Planspiele durch multimediale Umgebungen technisch immer komplexer aber zugleich auch teurer in der Herstellung und Administration.

Im Zuge der Lehrveranstaltung "Schulentwicklung - Hurra wir gründen eine Schule!" im Rahmen der AHS-LehrerInnenausbildung an der Universität Wien wurde ein rein textbasiertes Planspiel in einem Blended LEarning Format auf der Lernplattform Moodle erfolgreich umgesetzt,um im Zuge der SimulationStudierenden tiefer Einsichten und Erkenntnisse in schulentwicklerische Prozesse zu geben. Neben der Lernplattform kamen Web 2.0 Tools zur Bewältigung kollaborativer Lern- und Arbeitsprozesse zum Einsatz.

Hanzl-2014-Die Methode Planspiel als textbasierte Simulation auf LMS-Systemen-26_a.pdf
Hanzl-2014-Die Methode Planspiel als textbasierte Simulation auf LMS-Systemen-26_b.pdf